Newsletter April 24

*Dieser Beitrag wurde automatisch übernommen und ist keine Veröffentlichung der LAK Bremen.*

Hört ihr es auch draußen zwitschern? Die Sonne ist wieder da und es wird langsam grün – nicht nur an den Plätzen, die über 100 Meter von Schulen und Spielplätzen weg sind. Und passend zum Start des Sommersemesters schicken wir euch unseren neuen Newsletter raus. 

Der letzte Monat war für uns der Monat des manövrieren der großen Veranstaltungen durch die zahlreichen (berechtigten und unterstützenswerten) Bahn- und Flughafenstreiks:

Zusammen mit knapp 100 Menschen waren wir in Erfurt und haben dort unsere Mitgliederversammlung abgehalten, bei der wir neben einigen spannenden inhaltlichen Anträgen auch unsere neue politische Geschäftsführung gewählt haben. Nur ein Wochenende später durften wir in Köln viele Gäste aus ganz Europa für die European Student Convention empfangen.

  Auch waren wir im letzten Monat häufiger in den bundesweiten Medien zu sehen, da mal wieder Änderungen beim BAföG anstanden, für die das BMBF sich ausreichend feiert, während wir als Studierende natürlich nicht an Kritik sparen. Vorstand Sascha hat in der 20:15 Uhr Tagesschau von seinen Erfahrungen mit dem BAföG erzählt und Niklas war zu Gast im ZDF Morgenmagazin. Seinen Ausflug könnt ihr als kleine Geschichte unten lesen. 

Und sonst?

In Berlin sollen Zwangsexmatrikulationen als Ordnungsmaßnahmen wieder ins Hochschulgesetz geschrieben werden. Dagegen richtet sich Protest in der Hauptstadt und es gibt verschiedene Ansichten, Pros und Contras dazu. Unsere Positionierung dazu wird bald veröffentlicht, also folgt uns auf den Socials (findet ihr unten) 

Huch – schon wieder in Erfurt? Unter dem Motto „Spielt denselben Song nochmal – alles klar denselben Song nochmal!” hat sich der StuRa der Uni Erfurt, nachdem sie schon die 71. MV vor einem Jahr ausgerichtet haben, nun dankenswerter Weise auch dazu bereit erklärt, die 73. auszurichten. Was ist dabei herausgekommen?

First things first: Wir haben eine neue Politische Geschäftsführung! Dazu lest ihr unten mehr.

Des Weiteren haben wir einen neuen Ausschuss der Student*innenschaften (kurz: AS) gewählt – also die ständige Vertretung der Mitgliederversammlung und somit das zweithöchste Gremium im Verband (noch über dem Vorstand!).

Im AS vertreten euch bis zur nächsten  Mitgliederversammlung diese Studierendenschaften:

Uni Bamberg

Hochschule Bremerhaven

Uni Hamburg

Hochschule für Musik und Tanz Köln

Uni Köln

Uni Lüneburg

Uni Hannover

TU München

Hochschule für Musik und Theater Rostock

Bei Fragen oder wenn ihr Lust habt mal bei einer Sitzung des AS dabei zu sein, erreicht ihr ihn am besten unter hier:

„Aufforderung an die Hochschulleitungen gegen Antisemitismus vorzugehen“, die „Unterstützung des Zivilklauselkongresses“ und „Gegen jegliches Verbot geschlechterinklusiver Sprache“ waren nur einige der Anträge, die wir Anfang März in Erfurt diskutiert und beschlossen haben.

Im Detail könnt ihr die Anträge der letzten MV gesammelt auf unserer Website finden:

Wer kommt eigentlich zu unserer MV?

Ebenfalls haben wir auf dieser MV eine Sozialumfrage durchgeführt. Mit der Sozialumfrage wollen wir einen anonymisierten Überblick über die Zusammensetzung der Mitgliederversammlung (MV) gewinnen, diese mit bisherigen MVn vergleichen und anschließend versuchen ggf. vorhandene, unsichtbare Hürden bei der Teilnahme an unseren MVn abzubauen. Deshalb ist die Sozialumfrage auch ein sehr wichtiges Feedbacktool im fzs, da es uns durch über Jahre hinweg vergleichbare Fragen einen langfristigen Überblick über die Wirksamkeit unserer Antidiskriminierungsstrukturen und die soziale Situation der bei uns aktiven Studierenden bietet. Das gesamte Ergebnis der der Sozialumfrage inklusive Vergleichswerten der letzten Mitgliederversammlung könnt ihr euch ebenfalls auf unserer Website finden:

Seit der letzten Mitgliederversammlung steht nun auch fest, wer das Amt der politischen Geschäftsführung übernehmen wird. 

Herzlichen Glückwunsch Jonathan! Seit dem 1. April leitet er nun unter anderem die strategische Planung der Verbandsarbeit, monitort die Bildungsarbeit und koordiniert die Wissensweitergabe im fzs. Jonathan studierte bis vor kurzem Sozialwissenschaften an der Universität Oldenburg und war 2020/21 im Vorstand des fzs bevor er anschließend für zwei Jahre das Amt des „Referenten für Lehre und Arbeitsbedingungen an Hochschulen“ im fzs übernahm. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!

„Liebe Mitglieder, Studierendenvertretung ist oft eine schnelllebige Angelegenheit. Ich freue mich deshalb, in den nächsten zwei Jahren als euer neuer politischer Geschäftsführer des fzs eine längerfristige Struktur in unsere gemeinsame Arbeit einbringen zu können. Als bundesweite Studierendenvertretung stehen wir in dieser Zeit vor massiven Herausforderungen: fortdauernde Krisen im Bildungssystem, dem Wohnungsmarkt, mehrere Wahlen in EU, Bund und Ländern bei denen faschistische und stark konservative Kräfte vor erheblichen Gewinnen stehen stellen die Studienbedingungen aller Studierenden, aber auch unsere Möglichkeiten als Studierendenvertretungen infrage. Auch intern stehen viele unserer Strukturen vor Problemen, ob finanziell oder in immer noch durch die Pandemie personell geschwächten Aktivenstrukturen.

Ich möchte mit euch dafür arbeiten, dass wir als Studierendenbewegung aus der Defensive kommen und in der ganzen BRD einflussreicher werden. Dafür will ich auch mit euch direkt in Kontakt treten.“

Im Frühling erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben, sondern auch die Geister der Wissbegierigkeit und des Engagements in unseren Hörsälen und Seminarräumen. Als Stimme der Studierenden möchten wir euch zu einem kraftvollen Start in dieses neue Semester ermutigen. Inmitten der blühenden Knospen und dem Zwitschern der Vögel, möge auch euer Geist erblühen und euer Streben nach Wissen erwachen.

Dieses Semester soll nicht nur von akademischen Pflichten geprägt sein, sondern auch von solidarischem Zusammenhalt und kollektiver Stärke. Lasst uns gemeinsam für eine gerechtere Bildung kämpfen, für gleiche Chancen und gegen Ausgrenzung jeglicher Art.

Seid bereit, euch einzubringen, zu diskutieren und zu hinterfragen. Seid mutig, eure Meinung zu äußern, und beharrlich in der Verfolgung eurer Ziele. Möge dieses Semester nicht nur eine Zeit des Lernens sein, sondern auch eine Zeit des aktiven Gestaltens und der gemeinsamen Veränderung.

In diesem Sinne, vereinte Studierendenschaft, lasst uns mit erhobenem Haupt und festem Schritt in dieses neue Semester ziehen, bereit, die Welt zu erkunden und sie nach unseren Idealen mitzugestalten.

P.S.: Und hoffentlich lasst ihr eure Hausarbeiten nicht komplett von der KI generieren, wie wir unsere Wünsche an dieser Stelle.

Gemeinsam mit der European Students Union (ESU) hat der fzs Anfang März die 47. European Students Convention (ESC) organisiert und ausgerichtet.

Ungefähr 120 Studierendenvertreter*innen aus dem gesamten europäischen Hochschulraum kamen in Köln zusammen und diskutierten für 5 Tage über internationale Hochschulpolitik und Studierendenvertretung. Sessions umfassten unter anderem eine Session zu student participation mit Manja Klemencic, Wissenschaftlerin aus Harvard und Autorin des „Handbook of Student Politics and Representation in Higher Education”. Außerdem feierte die Publikation „Bologna with Student Eyes“ ihr 20. Jubiläum mit einer spannenden Podiumsdiskussion an der das flämische Bildungsministerium, EUA, EURASHE, ENQA und Eurydice teilnahmen.

Allgemein waren die zwei großen Themen der Veranstaltung der Bolognaprozess und die anstehenden EU-Wahlen. Des Weiteren gab es eine Podiumsdiskussion zu Student at Risk Programmen und wir haben alle gemeinsam an der 8. März Demo in Köln teilgenommen.

Eines frühen Morgens irgendwann Anfang März rauscht eine ominöse dunkle Limousine in die Wöhlertstraße in Berlin-Mitte. Sie will nicht zum BND, sondern zur Geschäftsstelle des freier zusammenschluss von student*innenschaften. Und ihr Auftrag ist auch nicht so Top Secret, wie er anmuten lässt. Abgeholt wird unser Vorstand Niklas. Mit ihm im Gepäck: Einen Haufen fundierter Meinungen zu den letzten Änderungen beim BAföG.

Die Limousine rollt los. Das Ziel: ZDF Studio Unter den Linden. Kaum da Niklas abgepudert und mit Mikro verkabelt ist, wird er ins grelle Scheinwerferlicht geschubst und findet sich im Studio des ZDF Morgenmagazins wieder.

Der kleine Einspieler zur dramatischen finanziellen Situation von Studierenden läuft und der Applaus der Gäste donnert noch in seinem Ohr, als die freundlich dreinblickende Moderatorin ihn fragt: „Herr Röpke, alles in allem, würden Sie sagen die Reform ist gut oder schlecht?“ „Auf jeden Fall schlecht!“, antwortet Niklas schnell und schiebt dann nach: „Überall gibt es Verhandlungen über neue Tarifverträge, nur bei uns Studierenden ist es eine Nullrunde!“ Die Moderatorin hakt scharf nach „Was ist mit den kleinen Änderungen, 1000€ für sozial schwache Studis als Starthilfe, ist das nichts?“ „Natürlich ist das gut, aber das deckt nicht mal die Kaution für das WG-Zimmer und das erste Mobiliar. Außerdem kann nur ein kleiner Bruchteil von den 14% BAföG-Beziehenden die 1000€ beantragen. Das ist ein Schauprojekt!“, antwortet Niklas souverän. Unter den gespannten Augen des Studiopublikums setzt sich das Interview fort. Als letzte Forderung bleibt ihm nur zu sagen: „Studierende sollen nicht aus Angst vor den Schulden ihr Studium abbrechen oder gleich mehrere Nebenjobs annehmen müssen. Wir fordern ein ausfinanziertes Studium!“ Ein letztes Mal schallt das Klatschen des aufmerksamen Publikums durch das Aufnahmestudio. Nur Momente später wird Niklas das Mikro wieder abgenommen und findet sich vor der Eingangstür Unter den Linden wieder. Er schaut noch einmal auf die große Tür hinter ihm, schaut auf die Straße, der alltägliche Großstadttrubel in Berlin ist in vollem Gange. „Ich hoffe Frau Starck-Watzinger hat auch zugesehen“, murmelt Niklas mit Blick aufs Regierungsviertel, während er zur Haltestelle läuft, um sich einen weiteren Tag für die Belange von Studierende einzusetzen. 

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Lobbytermine

Mit wem aus Politik und anderen Orgas haben wir uns in Zeit getroffen? Wo waren wir unterwegs und haben gesprochen? Hier findet ihr die Übersicht.

Gespräche und Termine

Vorstand Niklas bei der Anhörung zum BAföG Anderungsgesetz

Stellungnahme zum BAföG im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

Vorstand CampusGrün

Oliver Kaczmarek (Bildungspolitischer Sprecher der SPD im Bundestag)

Nathalie Schlenzka (Referatsleiterin Referat Forschung und Grundsatz der Antidiskriminierungsstelle des Bundes)

Ulrich Müller (Mitglied Geschäftsleitung Centrum für Hochschulentwicklung, Leiter politische Analysen)

JuSo Bundesvorstand

Peter Greisler (Leiter Unterabteilung Hochschulen BMBF)

Udo Sieverding & Thomas Plück (Referatsleiter Verkehr Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW)

Veranstaltungsteilnahmen

Zivilklauselkongress in Frankfurt

Geburtstagsveranstaltung Bundesschüler*innenkonferenz

KI Kongress Konrad Adenauer Stiftung

Jahrestagung Internationales der GEW

Finanzpolitischer Jugenddialog fiscal future

Bundesjugendkonferenz EVG-Jugend

Kate und Niklas zusammen mit dem JuSo Bundesvorstand
Zivilklauselkongress in Frankfurt